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Hat die Schweiz einen Mangel an Pflegepersonal? Gemessen an der Kopfzahl nicht: Laut der Global-Burden-of-Disease-Studie im Lancet Public Health (2023) kamen in der Schweiz 766 Gesundheitsfachpersonen auf 10'000 Einwohner – deutlich mehr als im westeuropäischen Durchschnitt von 476. Trotzdem bleiben in Spitälern, Pflegeheimen und bei der Spitex Stellen offen.
Die Schichtdaten von Coople zeigen: Entscheidend ist nicht nur, wie viele Fachkräfte verfügbar sind, sondern ob sie zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit der richtigen Qualifikation eingesetzt werden können. Coople hat dafür über 45'000 angefragte Schichtplätze in Pflege- und Gesundheitsberufen ausgewertet (September 2025 bis August 2026).
Quelle: Coople Plattformdaten, Gesundheits- und Pflegeberufe, September 2025 bis August 2026
Die Lancet-Studie zeigt, dass die Schweiz gemessen an der Zahl der Gesundheitsfachpersonen pro Einwohner zu den Ländern mit der höchsten Dichte weltweit gehört. Die Auswertung der GBD 2023 Human Resources for Health Collaborators betrachtet 20 Gesundheitsberufe in 204 Ländern und reicht von 1990 bis 2023.
Die folgenden Zahlen beziehen sich deshalb auf 2023 und nicht auf die heutige Situation im Jahr 2026. Sie zeigen, wie die personelle Ausstattung der Schweiz im letzten von der Studie erfassten Jahr aussah:

Gesundheitsfachpersonen pro 10'000 Einwohner in der Schweiz (Stichjahr 2023):
Gemessen an den Schwellenwerten der Studie lag die Schweiz 2023 bei diesen Berufsgruppen auf einem hohen Niveau. Das bedeutet allerdings nicht, dass überall und jederzeit genügend Arbeitskräfte verfügbar sind.
Denn die Studie misst vor allem die Anzahl der Fachpersonen, nicht das tatsächlich verfügbare Arbeitsvolumen. Teilzeitpensen, Fachrichtungen, regionale Verteilung und kurzfristige Verfügbarkeit werden dadurch nur begrenzt abgebildet.
Wie gross dieser Unterschied sein kann, zeigt die Hausarztmedizin: Die FMH-Zahlen weisen für 2025 insgesamt 4,2 ärztliche Vollzeitäquivalente pro 1'000 Einwohner aus, aber nur 0,9 Vollzeitäquivalente in der ambulanten Grundversorgung.
Damit können beide Aussagen gleichzeitig stimmen: Die Schweiz verfügt insgesamt über eine hohe Ärztedichte und hat gleichzeitig Engpässe in bestimmten Bereichen der Versorgung.
Für die Pflege gilt ein ähnliches Prinzip: Entscheidend ist nicht nur, wie viele Fachpersonen vorhanden sind, sondern wann, wo und in welchem Umfang ihre Arbeitszeit tatsächlich zur Verfügung steht.
Eine Pflegefachperson mit 60 % Pensum zählt in jeder Kopfstatistik als eine Person. Für eine Station, die morgen den Frühdienst von 7 bis 15 Uhr besetzen muss, zählt aber nur eine Frage: Ist eine passend qualifizierte Person genau dann verfügbar?
Die Coople Daten machen diesen Unterschied messbar: Hinter jeder Vollzeitstelle, die Gesundheitsfachpersonen über Coople leisten, stehen im Schnitt rund 17 Personen. Viele Fachpersonen stellen also nur einen Teil ihrer Arbeitszeit flexibel zur Verfügung. Das deckt sich mit der Coople Gesundheitswesen-Umfrage 2026: 71 % der Gesundheitsfachkräfte arbeiten bewusst nicht Vollzeit.
Das heisst nicht, dass diese Personen insgesamt wenig arbeiten: Die Zahl zeigt nur die über Coople geleisteten Stunden, nicht ihr Gesamtpensum.
Genau diese zusätzliche, verteilte Arbeitszeit taucht in keiner Kopfstatistik auf. Sie ist aber die Reserve, die Spitäler und Heime bei Krankheitsausfällen, Ferien und Spitzen tatsächlich abrufen können.
Der Engpass ist bei diplomierten Pflegefachpersonen HF/FH besonders ausgeprägt. Auf Coople gehen für diese Schichten deutlich weniger Bewerbungen ein als für Schichten für Pflegehelfer/innen SRK. Bei Assistent/innen Gesundheit und Soziales (AGS) und Fachpersonen Gesundheit (FaGe) ist das Bewerberangebot näher an dem für Pflegehelfer/innen SRK.

Die Daten zeigen: Eine hohe Gesamtdichte an Gesundheitsfachpersonen kann Engpässe bei einzelnen Qualifikationen verdecken. Wer den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen beurteilen will, muss deshalb auch berücksichtigen, welche Qualifikationen gefragt sind und wie verfügbar sie tatsächlich sind.
Die Auswertung der Schichtdaten von Coople zeigt: Wie gut eine Pflegeschicht besetzt werden kann, hängt wesentlich davon ab, wie früh sie ausgeschrieben wird. Bei Schichten mit drei bis sieben Tagen Vorlauf liegt die Besetzungsquote bei über 95 %. Bei kurzfristig ausgeschriebenen Schichten mit weniger als 24 Stunden Vorlauf fällt sie deutlich niedriger aus.
Selbst wenn qualifizierte Fachkräfte verfügbar sind, lassen sich offene Schichten nicht immer kurzfristig besetzen. Je früher Gesundheitseinrichtungen ihren Personalbedarf planen, desto mehr Zeit bleibt, passende Fachpersonen zu erreichen und Einsätze zu koordinieren.

Auch die Tageszeit beeinflusst die Besetzung. Laut den Coople-Daten ist der Spätdienst besonders anspruchsvoll zu besetzen. Früh-, Tag- und Nachtdienste weisen höhere Besetzungsquoten auf. Zwischen Wochenenden und Werktagen sind die Unterschiede dagegen gering.
Neben der Vorlaufzeit und der Tageszeit spielt auch die Jahreszeit eine Rolle. Die Auswertung der Coople-Schichtdaten aus zwei Jahren zeigt, dass der August jeweils der Monat mit der höchsten Nachfrage nach Pflegepersonal war. Gleichzeitig war das Bewerberangebot im Spätsommer geringer als im Februar und März.

Für Gesundheitseinrichtungen bedeutet das: Wer den Personalbedarf frühzeitig plant und saisonale Schwankungen berücksichtigt, verbessert die Chancen, offene Schichten zuverlässig zu besetzen.
Seit dem Stichjahr der Lancet-Studie ist die Nachfrage nach flexiblem Gesundheitspersonal auf Coople deutlich gestiegen. Die geleisteten Stunden haben noch stärker zugenommen. Gleichzeitig zeigen die Daten, wie unterschiedlich gut die benötigten Qualifikationen regional verfügbar sind.
Je nach Qualifikation unterscheiden sich auch die Wege zum Einsatzort. Pflegefachpersonen HF/FH reisen häufiger über ihre Wohnregion hinaus als andere Pflegeberufsgruppen. Das deutet darauf hin, dass Institutionen ihren Personalbedarf nicht immer mit Fachpersonen aus der unmittelbaren Umgebung decken können.
Auch die Zahl der verfügbaren Fachpersonen allein sagt wenig darüber aus, ob eine Institution die passende Qualifikation zur richtigen Zeit am richtigen Ort findet. Entscheidend ist, wie gut sich regionale Verfügbarkeit, Qualifikationsbedarf und zeitlich schwankende Nachfrage aufeinander abstimmen lassen.
Die Daten verdeutlichen damit eine strukturelle Herausforderung: Eine hohe nationale Personaldichte garantiert nicht, dass genügend passende Fachpersonen für konkrete Einsätze verfügbar sind. Flexible Personallösungen können helfen, regionale Engpässe abzufedern und den Bedarf von Gesundheitseinrichtungen besser mit den verfügbaren Kapazitäten abzugleichen.
Wenn der Engpass bei der verfügbaren Arbeitszeit liegt, helfen vor allem Planung und Zugang zu einem flexiblen Personalpool. Aus den Daten ergeben sich vier konkrete Hebel:
Coople verbindet flexiblen Personalverleih mit smarter Technologie auf einer Plattform. Gesundheitsinstitutionen erhalten Zugang zu über 900'000 registrierten Cooplern, können eigene Pools mit bewährten Fachpersonen aufbauen und Schichten in Echtzeit planen.
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Nicht allein gemessen an der Zahl der Fachpersonen. Laut Studie in The Lancet Public Health zählt die Schweiz 766 Gesundheitsfachpersonen und 184 Pflegepersonen pro 10'000 Einwohner und liegt damit über dem westeuropäischen Durchschnitt (Stichjahr: 2023). Der Engpass zeigt sich vor allem bei der tatsächlich verfügbaren Arbeitszeit und der kurzfristigen Besetzung offener Schichten. Die Schichtdaten von Coople zeigen, dass bei drei bis sieben Tagen Vorlauf über 95 % der Schichtplätze besetzt werden, während die Besetzungsquote bei weniger als 24 Stunden Vorlauf deutlich niedriger liegt.
Die Schweiz zählt laut der Global-Burden-of-Disease-Studie, veröffentlicht in The Lancet Public Health, 766 Gesundheitsfachpersonen pro 10'000 Einwohner (Stichjahr 2023). Darunter sind 184 Pflegepersonen, 42 Ärztinnen und Ärzte, je 24 Fachpersonen in Pharmazie und Zahnmedizin sowie 4 Hebammen. Der westeuropäische Durchschnitt liegt bei 476 Gesundheitsfachpersonen pro 10'000 Einwohner.
Die Schichtdaten von Coople zeigen, dass insbesondere bei diplomierten Pflegefachpersonen HF/FH die Besetzung anspruchsvoll ist. Im Vergleich zu Pflegehelferinnen und Pflegehelfern SRK gehen für diese Profile weniger Bewerbungen pro Schichtplatz ein. Das verdeutlicht, dass der Engpass je nach Qualifikation unterschiedlich stark ausfällt.
Die Coople-Daten zeigen drei wichtige Einflussfaktoren: sehr kurzfristig ausgeschriebene Schichten, den Spätdienst und saisonale Schwankungen. Besonders anspruchsvoll ist die Besetzung, wenn zwischen Ausschreibung und Schichtbeginn wenig Zeit bleibt. Im Spätsommer steigt zudem die Nachfrage, während das Bewerberangebot geringer ausfällt.
Drei bis sieben Tage Vorlauf erweisen sich laut den Schichtdaten von Coople als besonders günstig für die Besetzung. In diesem Zeitraum werden über 95 % der Schichtplätze in Gesundheitsberufen besetzt. Bei kurzfristig ausgeschriebenen Schichten mit weniger als 24 Stunden Vorlauf liegt die Besetzungsquote deutlich niedriger. Eine frühzeitige Planung verbessert die Chancen, geeignete Fachpersonen zu erreichen und offene Schichten zu besetzen.
Der Personalbestand zählt die Anzahl der Fachpersonen, die Personalkapazität die tatsächlich verfügbaren Arbeitsstunden. Die Auswertung der Coople-Daten zeigt, dass hinter jeder von einer Gesundheitsfachperson geleisteten Vollzeitstelle im Durchschnitt rund 17 Personen stehen. Statistiken zur Anzahl der Fachpersonen pro Einwohner, wie jene der Lancet-Studie, bilden diesen Unterschied nicht vollständig ab.
Datenbasis Coople: Alle Coople-Zahlen in diesem Artikel stammen von Coople Classic. Ausgewertet wurden alle Schichten in Gesundheits- und Pflegeberufen auf Coople Classic in der Schweiz mit Schichtbeginn zwischen dem 1. September 2025 und dem 31. August 2026 (Jahresvergleich: jeweils September bis August ab 2022/23). Testdaten sind ausgeschlossen.

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