Logos von Coople und senesuisse, eine Pflegefachperson bei der Arbeit am Laptop sowie ein Porträt von Andreas Seeholzer.
Veröffentlicht am 20 Jul 2026

Partnerschaft mit Wirkung: Wie senesuisse und Coople die Personalplanung im Gesundheitswesen weiterdenken

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick 


Dieser Beitrag wurde von Andreas Seeholzer, Head of Sales bei Coople, verfasst. In seiner Rolle begleitet er Gesundheitsinstitutionen in der ganzen Schweiz bei der Weiterentwicklung ihrer Personalplanung und beobachtet die Entwicklungen im Schweizer Gesundheitsmarkt aus erster Hand. 

Ein gemeinsamer Schritt in Richtung moderner Personalplanung 

Mit der neuen Partnerschaft zwischen senesuisse und Coople erhalten über 500 Alters- und Pflegeeinrichtungen in der Schweiz Zugang zu einer modernen Lösung für digitale Personalplanung und flexible Personaleinsätze. 

Ziel der Partnerschaft ist es, Einrichtungen dabei zu unterstützen, unterschiedliche Beschäftigungsmodelle einfacher miteinander zu verbinden, vorhandene personelle Ressourcen effizient einzusetzen und kurzfristige sowie mittelfristige Personalengpässe transparenter, planbarer und eigenständiger zu organisieren. 

Für mich steht diese Partnerschaft jedoch für weit mehr als ein neues Angebot. Sie zeigt, wie sich die Personalplanung im Gesundheitswesen grundlegend verändert. 

Der Fachkräftemangel bleibt eine der grössten Herausforderungen der Branche. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Alters- und Langzeitpflege in der Schweiz kontinuierlich. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) geht davon aus, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen wird. Umso wichtiger wird es, die vorhandenen personellen Ressourcen bestmöglich einzusetzen und unterschiedliche Beschäftigungsmodelle sinnvoll miteinander zu verbinden. 

Ich beobachte, dass sich der Umgang mit dieser Herausforderung verändert. Immer mehr Gesundheitsinstitutionen investieren gezielt in stabile Stammteams, stärken ihre Arbeitgeberattraktivität und setzen auf langfristige Mitarbeiterbindung. Gleichzeitig gewinnen flexible Arbeitsmodelle an Bedeutung, um auf kurzfristige Veränderungen reagieren zu können. Aus meiner Sicht geht es heute nicht mehr um ein Entweder-oder, sondern darum, beide Ansätze intelligent miteinander zu verbinden. 

Doch selbst die beste Personalstrategie verhindert keine Krankheitsausfälle, Ferienvertretungen oder kurzfristigen Veränderungen im Pflegebedarf. Deshalb reicht es heute nicht mehr aus, nur darüber zu sprechen, wie wir mehr Fachkräfte gewinnen. Die entscheidende Frage lautet: Wie setzen wir die vorhandenen personellen Ressourcen intelligenter ein? 

Ich bin überzeugt, dass genau hier die nächste Entwicklungsstufe der Personalplanung beginnt: Nicht mehr Flexibilität um jeden Preis, sondern mehr Transparenz, mehr Steuerbarkeit und eine intelligente Kombination verschiedener Beschäftigungsmodelle, um den Personalbedarf nachhaltig und bedarfsgerecht zu decken. 


Die Erwartungen der Fachkräfte verändern die Personalplanung 

Die Veränderungen in der Personalplanung werden nicht nur von den Einrichtungen selbst vorangetrieben, auch die Erwartungen der Fachkräfte haben sich gewandelt. 

Eine aktuelle Coople-Umfrage unter Pflegefachkräften zeigt, dass 71% bewusst nicht in einem Vollzeitpensum arbeiten möchten. Viele entscheiden sich für flexible Arbeitsmodelle, um Beruf und Privatleben besser miteinander zu vereinbaren, ihre Arbeitsbelastung selbst zu steuern oder Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen. 

Für Gesundheitsinstitutionen bedeutet das: Flexible Arbeit ist längst kein Nischenmodell mehr, sondern für viele qualifizierte Fachkräfte eine bewusste Entscheidung. Wer diese Entwicklung in der Personalplanung berücksichtigt, kann flexible Personaleinsätze gezielt als Ergänzung zu starken Stammteams nutzen – nicht als Ersatz. 

Damit verändert sich auch der Fokus der Personalplanung. Es geht nicht mehr nur darum, kurzfristige Personallücken zu schliessen. Es geht darum, unterschiedliche Beschäftigungsmodelle sinnvoll miteinander zu verbinden und vorhandene personelle Ressourcen effizient einzusetzen. Genau darin liegt aus meiner Sicht eine der grössten Chancen für die Zukunft der Langzeitpflege. 


Die Zukunft der Personalplanung ist digital und selbstbestimmt 

Die Anforderungen an die Personalplanung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig haben sich auch die Erwartungen der Einrichtungen verändert.  

Dass Themen wie Digitalisierung und effiziente Personalplanung heute zu den strategischen Prioritäten im Gesundheitswesen gehören, zeigt auch das aktuelle PwC CNO-Barometer, in dem Schweizer Pflegeleitungen Digitalisierung neben Fachkräftemangel und Kostendruck als eines der wichtigsten Zukunftsthemen nennen. 

Früher stand vor allem die Frage im Vordergrund, ob eine offene Schicht überhaupt besetzt werden kann. Heute geht es zunehmend darum, wie schnell, transparent und planbar dies gelingt. 

Einrichtungen möchten nicht nur Zugang zu qualifizierten Fachkräften haben. Sie möchten nachvollziehen können, wer eingesetzt wird, bewährte Mitarbeitende erneut buchen, sämtliche Kosten im Blick behalten und ihre Personaleinsätze aktiv steuern. Kurz gesagt: Sie möchten die Kontrolle über ihre Personalplanung behalten. 

Dieser Wunsch nach mehr Transparenz und Eigenständigkeit ist Teil einer grösseren Entwicklung. Wie viele andere Bereiche im Gesundheitswesen wird auch die Personalplanung zunehmend digital unterstützt. Nicht, um Entscheidungen zu automatisieren oder den Menschen zu ersetzen, sondern um Einrichtungen die Werkzeuge an die Hand zu geben, schneller und fundierter auf kurzfristige Veränderungen reagieren zu können. 

Damit verändert sich auch die Rolle des Personaldienstleisters. Statt Personal ausschliesslich zu vermitteln, wird er zunehmend zum Technologiepartner. Er schafft den Zugang zu qualifizierten Fachkräften und ermöglicht gleichzeitig eine Personalplanung, die transparenter, planbarer und stärker in den Händen der Einrichtungen selbst liegt. 


Neue Wege für eine resilientere Gesundheitsversorgung 

Der Fachkräftemangel wird das Schweizer Gesundheitswesen auch in den kommenden Jahren begleiten. Umso wichtiger ist es, die Diskussion weiterzuentwickeln. Denn die Zukunft der Personalplanung entscheidet sich nicht allein daran, wie viele Fachkräfte verfügbar sind, sondern auch daran, wie effizient vorhandene Ressourcen eingesetzt werden können. 

Starke Stammteams bleiben dabei das Fundament einer qualitativ hochwertigen Pflege. Flexible Personaleinsätze sind kein Ersatz dafür – sie sind eine sinnvolle Ergänzung, wenn kurzfristige Ausfälle oder schwankende Auslastungen den Alltag herausfordern. Entscheidend ist, dass Einrichtungen diese Flexibilität gezielt, transparent und eigenständig nutzen können. 

Die Digitalisierung der Personalplanung ist deshalb kein Selbstzweck. Sie schafft die Voraussetzungen für fundiertere Entscheidungen, effizientere Prozesse und mehr Handlungsspielraum im Betriebsalltag. Einrichtungen gewinnen die Möglichkeit, kurzfristig zu reagieren, ohne dabei ihre langfristige Personalstrategie aus den Augen zu verlieren. 

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen werden nicht kleiner. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen – mit Lösungen, die den Einrichtungen mehr Transparenz, mehr Kontrolle und mehr Planungssicherheit geben.  

Erfahren Sie mehr darüber, wie Coople Gesundheitsunternehmen bei einer modernen Personalplanung unterstützt

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