Wie Start-ups von der Just-in-Time Strategie profitieren

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Personalkosten machen in vielen Branchen einen Grossteil des Aufwandes aus. Das bekommen insbesondere Start-ups zu spüren. Sie müssen um jede Finanzierungsrunde kämpfen, damit die nötigen Mittel unter anderem für ein fest angestelltes Team zusammenkommen. Dabei den Personalbedarf abzuschätzen, ist eine weitere Herausforderung, die je nach Entwicklung stark ins Gewicht fällt. Abhilfe aus diesem Dilemma schafft eine Just-in-Time-Strategie.

Die Lösung, mit der auch Start-ups ihre Personalkosten im Griff behalten, heisst Just-in-Time-Personalmanagement. Mit diesem Ansatz hat das Unternehmen die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dies bedeutet natürlich nicht, dass das Kernteam, das sogenannte Core Team unter den Mitarbeitenden, ersetzbar wäre. Von ihnen stammt vielfach die Idee und Innovation, welche die Basis für die Start-up-Gründung bildet. Aber es bietet sich gerade in Aufbauphasen mit schwer kalkulierbarem Personalbedarf an, das bestehende Team kurzzeitig und kurzfristig mit temporären Mitarbeitenden aufzustocken. Dadurch kann auf Personalengpässe oder –ausfälle, seien diese vorhersehbar oder unvorhersehbar, schnell und unkompliziert reagiert werden. Über das Outsourcing dieses Prozesses sparen Start-ups zudem an teurer HR-Software und benötigen weniger interne Ressourcen für die Rekrutierung.

Mit dieser Strategie stellen die Personalkosten nur noch ein minimales Risiko dar. Der Just-in-Time-Personaleinsatz ist ideal für das dynamische Umfeld von innovativen Businessmodellen, da er die dazu notwendige Flexibilität und Kosteneffizienz fördert. Die Rekrutierung über die vollautomatische Plattform von Coople ist auch im Try & Hire-Modus möglich – ein hilfreiches Tool für Start-ups: Gerade in der kritischen Startphase können sich Fehlbesetzungen massgeblich auf den zukünftigen Unternehmenserfolg auswirken.

Dass insbesondere Start-ups von der Just-in-Time-Strategie profitieren, bekräftigt auch Stefan Steiner, Managing Director Deutschschweiz von venturelab, einer Institution, welche Start-ups mit Kontakten und Know-how unterstützt: «Damit lassen sich kurzfristige Kapazitätsengpässe auf ideale Weise überbrücken. Ich denke da insbesondere an Arbeiten, die sich gut delegieren lassen, wie etwa Datenerfassung oder andere administrative Tätigkeiten.»

Coople ist selbst das beste Beispiel dafür
Auch Coople als Erfinderin der Just-in-Time-Strategie hat seine Start-up-Phase erst seit kurzer Zeit hinter sich: Viktor Calabrò gründete im Jahr 2011 das Unternehmen, nachdem er selber als Geschäftsführer und Gründer einer Eventagentur hautnah miterlebte, wie die Abwicklung von Events unter einem starken Kosten-Nutzen-Ungleichgewicht im Staffing leidet.

Coople setzt darum intern seit Tag 1 auf ein Just-in-Time Personalmanagement und rekrutiert unter anderem Mitarbeitende über den eigenen On-Demand Marktplatz. So besteht beispielsweise das gesamte Hotline- und Telesales-Team aus flexiblen Mitarbeitenden. Coople nutzt diese Abteilungen inzwischen auch als Talentpool (Try & Hire).

Diese Erfahrungen von Coople als «ehemaliges» Start-up sind auch nachlesbar im Buch «Flexible Workforce – Fit für die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt», das Ende 2016 im Haupt-Verlag erschienen ist. Das Fachbuch bietet Strategien und Modelle für die Flexibilisierung des Personaleinsatzes. Diese werden auf Basis aktueller Forschungsergebnisse erklärt und mit Fallstudien aus der Praxis illustriert. Das Buch richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche und Lehrende sowie Studierende der BWL-Disziplinen. Die Herausgeber sind Prof. Dr. Martina Zölch (Leiterin Institut für Personalmanagement und Organisation FHNW), Marcel Oertig Dr. oec. HSG (Leitung Geschäftsfeld Strategy avenirgroup, Hauptdozent für Human Resources Management HSG) und Viktor Calabrò (CEO und Founder Coople).