Das Rezept gegen Personalmangel im Gesundheitswesen

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Die Schweizer Gesundheitsbranche hat ein Problem. Die Bevölkerung wird älter und bedarf längerer Pflege, doch es fehlt an ausgebildetem Personal. Dabei wären auch im Inland Pflegefachkräfte potentiell vorhanden, sie haben aber neue Bedürfnisse. Coople setzt ganz auf die «Flexible Workforce», was sich als Heilmittel gegen die Personalproblematik erweisen könnte.

Die Bedürfnisse der Arbeitnehmer sind branchenübergreifend im Wandel. Selbstverwirklichung und Individualität werden gross geschrieben. Anders als früher sind Lohnempfänger heute weniger daran interessiert, während ihrer Karriere nur für einen oder zwei Arbeitgeber zu arbeiten. Die Abwechslung hat hohen Stellenwert. Viele finden sie heute in attraktiven Aus- und Weiterbildungen oder in der gleichzeitigen Anstellung bei mehreren Arbeitgebern, in dem etwa als Pflegefachmann/-frau und nebenbei als Sitzwache gearbeitet wird.

Flexibilität ist gefragt
Auch weil viele Arbeitnehmer sich heute eine ausgeglichene Work-Life-Balance wünschen, ziehen sie ein Teilzeit-Pensum vor. Selbst das Interesse an kleinsten Pensen steigt: Wer Vater oder Mutter wird, möchte den Anschluss an das Berufsleben nicht verlieren und wäre an einem Pensum von 10 oder 20 Prozent, etwa als Pflegehelfer/in oder Fachmann/-frau Gesundheit, durchaus interessiert. Diese neuen Entwicklungen und Bedürfnisse haben eine konkrete Folge: Flexible Anstellungsverhältnisse sind gefragter denn je. Bedürfnisorientierte Beschäftigungsmodelle sind gerade im Gesundheitswesen allerdings noch selten.

Akuter Personalmangel
Nicht nur die Bedürfnisse der Arbeitnehmer in der Schweiz ändern sich, auch die Demografie des Landes ist im Wandel. Die Schweizer Bevölkerung wird mit jedem Jahr älter. Für das Gesundheitswesen hat die Überalterung der Gesellschaft spürbare Folgen. Immer mehr ältere Menschen bedürfen immer längerer Pflege. Zwar nahmen die Ausbildungsabschlüsse in der Branche zuletzt deutlich zu, aber längst nicht zur Genüge: nur knapp 60 Prozent des jährlichen Nachwuchsbedarfs werden aktuell gedeckt. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan rechnet bis 2020 mit einem zusätzlichen Bedarf an 25‘000 Fachkräften seitens der Institutionen im Gesundheitswesen.

Chance für Gesundheitswesen
Um der Nachfrage gerecht zu werden, rekrutieren die Institutionen im Gesundheitswesen vermehrt Personal aus dem Ausland. Diese Fachkräfte könnten der Gesundheitsbranche auch im Inland zur Verfügung stehen, wenn sie verstärkt flexible Anstellungsverhältnisse ermöglichen und sich für neue HR-Modelle öffnen würde. So könnten die Gesundheitsinstitute z. B. gemeinsame Personal-Pools verwalten und die verfügbare Workforce so hocheffizient einsetzen, indem Fachkräfte einfach geteilt werden.

Coople hat das Problem erkannt und sein Businessmodell mit Schwerpunkt auf die «Flexible Workforce» auch auf das Gesundheitswesen ausgeweitet. Das Online-Tool bedient die neuen Bedürfnisse der Arbeitnehmer und wirkt dem akuten Personalmangel effektiv entgegen. Der vollautomatische Marktplatz vernetzt Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ermöglicht die Koordination flexibler Personal-Einsätze. Mit Coople können Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen die passenden Fachkräfte aus Arbeitnehmer-Pools rekrutieren und den Personalbedarf effizient abdecken – bald soll das auf Stunden- und Tagesbasis, sowie rund um die Uhr möglich sein. Mitarbeitenden in der Gesundheitsbranche wiederum wird durch Coople ermöglicht, völlig flexibel zu arbeiten. So können etwa Aus- und Weiterbildungen besser mit dem Pflegeberuf vereinbart werden und Mütter und Väter haben mehr Möglichkeiten, dank kleinen Pensen im Beruf zu bleiben. Auch Quereinsteiger sammeln mit Coople in verschiedenen Einsätzen erste Erfahrungen auf ihrem neuen Beruf.

Über 100‘000 Menschen in der Schweiz, die an flexiblen Arbeitseinsätzen interessiert sind, haben sich bereits registriert und über 6‘000 Arbeitgeber nutzen die Plattform bereits, zumeist im Gastgewerbe, in der Promotion und im Detailhandel. Wenn die Institutionen im Gesundheitswesen bald nachziehen und die Digitalisierung als Chance verstehen, können bestehende Personalengpässe deutlich verringert werden.