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Just-in-Time Personalmanagement

Unser Leben wird immer flexibler, schnelllebiger und kurzfristiger ausgelegt. Das ist begünstigt durch die schnelle Entwicklung der Digitalisierung und der allzeit angebotenen Mobilität. Gleichzeitig steigt der Wunsch danach, sein Leben individuell zu gestallten. Wir schauen einen guten Film nicht mehr um 20.15 Uhr wenn er im TV ausgestrahlt wird, sondern dann wann wir es möchten – dank VoD. Eigentlich ist unser ganzes Leben schon Just-in-Time ausgerichtet, ohne dass wir es bewusst merken. Die aktuellsten Nachrichten erscheinen per Push-Mitteilung auf dem Smartphone und nicht erst am nächsten Tag in der Zeitung.
Dieser Just-in-Time Lebensstil färbt sich auch auf unser Konsumverhalten aus. Wenn wir etwas haben wollen, dann meistens so schnell wie möglich. Ist die Schlange bei Zara & Co. zu lang, wendet man sich genervt ab und kommt lieber an einem anderen Tag wieder. Es ist also kein Wunder, dass E-Shopping ständig zunimmt – hier bekommen wir das, was wir wollen und, noch wichtiger, WANN wir es wollen. Selbst wenn es um das generelle Besitzen von Dingen geht, entwickeln sich gerade Sharing-Trends, die darauf basieren, sich Produkte oder Dienstleistungen just-in-time auszuborgen, anstatt sie für den Fall der Fälle zu besitzen und die “total cost of ownership” dafür zu tragen. Was beispielsweise bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Flugzeugen schon gang und gäbe ist, setzt sich nun auch beim Auto durch. Wer eines braucht, leiht es sich immer häufiger. Entweder von einem Bekannten oder von einem der vielen On-Demand-Carsharing-Dienste. Und auch im Arbeitsleben wird Flexibilität gelebt. Nine-to-Five“ war gestern

Dieser Wunsch der Arbeitnehmer und Konsumenten ist leider beim Personalmanagement noch nicht wirklich angekommen. Dabei ist die Arbeitswelt der Taktgeber für das gesamte moderne Leben. Morgens steht sich die Verkäuferin die Beine in den Bauch, weil einfach nichts los ist und zwischen der Mittagspause und der Abendschicht hat auch die Kellnerin nicht wirklich viel zu tun. Dafür ist es während der Mittagspause in den meisten Geschäften nicht möglich, sich kurz durch einen Angestellten beraten zu lassen, weil jeder mindestens zu 150% ausgelastet ist. Warten. Zeit verlieren. Zeit vergeuden. Dafür hat im Zeitalter des ununterbrochenen Informationsflusses kaum noch jemand Verständnis.

Die Medizin-Branche lebt die Lösung eigentlich vor, auch wenn es hier vielleicht andersherum besser wäre. Im Krankenhaus erscheint der Arzt beim Patienten, wenn ihn sein Beeper darauf hinweist, dass er gebraucht wird. Rufbereitschaft ist unter Ärzten weit verbreitet. Auch hier zählt Just-in-Time.

Dieser Ansatz könnte auf viele Branchen ausgeweitet werden. Coople bietet Just-in-Time-Personal schon für die grössten Servicebranchen (Gastronomie, Detailhandel, Event und Promotion) an. D.h. die richtigen Mitarbeiter sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort und nach getaner Arbeit sind sie genauso schnell wieder weg. Auch Einsätze über nur 30 Minuten können einfach und bequem über das Online-System geplant und abgewickelt werden. Es könnte sehr sinnvoll sein, das Just-in-Time Prinzip weiter zu denken und auch auf Branchen ausweiten, bei denen die Präsenzkultur zuweilen fast perverse Züge annimmt. Von den 16 Stunden Arbeitszeit pro Tag, die Berater angeben arbeiten zu müssen, sind sie häufig eine Stunde im Fitness Studio oder haben einfach Leerlauf, weil sie auf neue Instruktionen des Kunden warten müssen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn sie sich in dieser Zeit „abmelden“ könnten um ohne schlechtes Gewissen und strafende Blicke die Dinge zu erledigen, die sie abends nicht mehr tun können, da alles bereits geschlossen ist? Und dann gibt es noch die Zeit nach 18 Uhr, wo in vielen Unternehmen der Wettlauf beginnt, wer am längsten bleibt. Viele Stunden zu schieben, hebt das eigene Ansehen, ob als Selbständiger, Manager oder Fachkraft.

Oder nehmen wir das Beispiel einer jungen Mutter, die nach der Mutterpause wieder ins Büro kommt und direkt auf 100% einsteigen muss, da die Stelle nun mal eine 100%-Stelle ist. Über ein System wie von Coople, könnte die Stelle sehr einfach in zwei 50%-Stellen aufgeteilt werden.

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